Rollladen automatisch nachtriggern – Version 1

Es kann immer mal wieder vorkommen, dass ein Aktor einen Funkbefehl nicht empfängt und nicht wie gewünscht schaltet. Bei Lichtern meist weniger kritisch, wünscht man sich für Rollläden gerne eine hundertprozentige Zuverlässigkeit.

Ich möchte in den kommenden Tagen zwei Varianten vorstellen, die eine deutliche Verbesserung der Zuverlässigkeit ermöglichen.
Die Version 1 aus diesem Beitrag, ist die simple Version mit entsprechenden Vor- und Nachteilen.

  • Vorteile:
    • Einfach Umsetzung
    • Keine Skripte
  • Nachteil:
    • Vorzeitiges Stoppen oder Verändern der Behanghöhe innerhalb der Nachtriggerungszeit unterbricht die Nachtriggerung nicht

Als erstes muss für den Rollladen eine Systemvariable angelegt werden.

Systemvariable vom Typ Werteliste

Die Systemvariable wird vom Typ Werteliste angelegt und erhält die Werte:
stop;rauf;runter

In unserem Zentralenprogramm, wo wir den Rollladen fahren (z.B. morgens auf 100% und Abends auf 0%), ersetzen wir die eigentliche Zeile mit dem Gerät Rollladen durch die Systemvariable.

Aus
Geräteauswahl Rollladen sofort Behanghöhe 100%
wird
Systemzustand S_Rollladen sofort rauf

Nun legen wir das eigentliche Programm zur Steuerung des Rollladens an. Dieses Programm sorgt für das Nachtriggern des Rollladens, falls dieser den Funkbefehl nicht empfangen sollte. Das Nachtriggern erfolgt jede Minute (hier sollte der Abstand etwa Fahrzeit + 30 Sekunden betragen) und wird beendet, sobald der Rollladen die gewünschte Position erreicht hat und das Programm dieses beim nächsten Durchlauf feststellt.

Es ist ausgesprochen wichtig, dass das Programm auf Aktualisierung getriggert wird, da es selbst die Systemvariable auf den bereits gesetzten Wert aktualisiert und sich dadurch selbst neu triggert.

Das war soweit auch schon alles, um einen Rollladen solange nachzutriggern, bis er sein Ziel erreicht hat.
Für jeden Rollladen muss somit nur eine Systemvariable und ein Programm angelegt werden. Sollen mehr als zwei Behanghöhen angefahren werden, muss die Werteliste und das Programm entsprechend um die zusätzlichen Behanghöhen ergänzt werden.

Die Version 2 ist im Prinzip nur eine Erweiterung der Version 1 um ein weiteres Programm. Die Version 2 ist dadurch zwar komplexer, dafür ohne den Nachteil von Version 1.

10 Antworten auf „Rollladen automatisch nachtriggern – Version 1“

  1. Hallo Gerti,
    mir ist nicht klar, warum im neuen Programm in der Dann-Folge neben dem Befehl „Rollladen 100%“ (oder 0%) erneut die Systemvariable auf „rauf“ (oder „runter“) gesetzt werden muss. Denn die ist doch im Zeitsteuerungsprogramm bereits gesetzt worden und wurde in der Wenn-Bedingung schon abgefragt.

    Wahrscheinlich oute ich mich mit dieser Frage als blutiger Anfänger, aber es wäre klasse, wenn Du das vllt. erläutern könntest.

    Danke und vG

    1. Dadurch wird das Nachtriggern erreicht.
      Würde die Variable nicht erneut gesetzt werden, würde das Programm nur einmal ausgeführt und würde nicht solange zyklisch den Status prüfen, bis der Rollladen gefahren ist.

  2. Ergänzung:
    Ich bin an diesem Thema deshalb besonders interessiert, weil ich einen Funk-Wandtaster betreibe, mit dem ich 4 Rolladen (per Direktverknüpfung) zentral rauf- oder runterfahren kann (z.B. vor dem Verlassen des Hauses oder eben beim Eintreffen). Dieser Taster ist nicht zuverlässig. Immer wieder kommt es vor, dass einer der Rolladen vergessen wird oder dass sogar die „Belegung“ des Tasters – oben oder unten – vertauscht wird. Jedenfalls das „Vergessen“ ist ein Problem, weil ich mich darauf verlassen können möchte, dass alle Rollläden unten sind, wenn ich aus dem Haus gehe.
    Deshalb wäre die hier vorgestellte Funktion eine erhebliche Verbesserung für meine Installation.
    VG

    1. Du kannst den Taster ja zusätzlich zu den Direktverknüpfungen in einem Programm abfragen, dass dann verzögert um Fahrzeit + 30 Sekunden die Systemvariablen für die Rollläden setzt. Dadurch würde die Kontrolle durchgeführt und ggf. so lange nachgetriggert, bis die Rollläden geschlossen oder geöffnet wurden.

  3. Warum ist es sinnvoll, je Rollladen ein eigenes Programm und Systemvariable anzulegen?
    Man kann doch mit einer Systemvariable arbeiten und die Rollläden alle mit „verzögert um“ nacheinander runter/hoch fahren lassen.

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